Finanzlehrkraft- 7 Tipps für deine Stimme als Lehrer

7 Tipps für deine Stimme als Lehrer

Kennst Du das Gefühl, wenn deine Stimme in der sechsten Stunde einfach nicht mehr so sein will wie zu Beginn des Tages? 

Dieser Artikel soll Dir dabei helfen, deine Stimme besser zu verstehen, sodass Du auch nach 30 Jahren im Arbeitsalltag Spaß am Sprechen hast.

Gerade im Schulalltag kann man dabei schnell vergessen, dass deine Stimme viele Facetten hat und am Ende vor allem deine Sprechtechnik als Lehrer zählt. Damit Du besser verstehst, was ich damit meine, kannst du dir einen Möbelpacker vorstellen, der jeden Tag falsch hebt. Die Wahrscheinlichkeit, dass im Laufe seines Berufslebens irgendwann der Rücken schlapp macht, ist dabei riesig. Ähnlich verhält es sich auch mit deiner Stimme. 

Bewusstsein für die Lautstärke in deiner Klasse

Je nach Fach und Alter der Schülerinnen und Schüler wird deine Stimme unterschiedlich gefordert. So sind Fächer wie Musik oder Sport von Natur aus mit mehr Lautstärke verbunden als  Mathe oder Englisch und auch der Oberstufenkurs ist wahrscheinlich von der Lautstärke angenehmer als eine siebte Klasse. Dabei kann die Lautstärke in den Spitzen bis zu 110 Dezibel ansteigen, was einem Rockkonzert entspricht und es schwer macht, als Lehrer überhaupt mit der Stimme dagegen anzukommen.

In der Abbildung siehst Du, dass Du als Lehrkraft immer ein bisschen lauter sprechen solltest, um alle Schülerinnen und Schüler zu erreichen. Bei ansteigender Lautstärke wirst Du es jedoch immer schwerer haben, alle Schülerinnen und Schüler zu erreichen. 

Bewusstsein für deine Stimme

Damit du auch noch lange etwas von deiner Stimme hast, ist es sinnvoll, deinen Arbeitsalltag zu reflektieren. Dafür kannst du einerseits überlegen, wie oft du während des Unterrichts laut bis sehr laut gesprochen hast und wie oft du eventuell sogar schreien musstest. Zudem kannst du dir darüber bewusst werden, wie sich deine Stimme am Ende eines Tages anfühlt und ob du nach der Schule überhaupt noch Lust hast, deine Stimme zu benutzen. An dieser Stelle kannst du dein Bewusstsein für die Situationen schärfen, in denen du deiner Stimme zu viel abverlangt hast und überlegen, wie du diese Situationen auch anders hättest meistern können. Welche Methoden du nutzen kannst, um Stille im Unterricht zu nutzen, kannst du hier lesen.

Bewusstsein für die richtige Technik als Lehrer

Jeder, der schon einmal Gesangsunterricht genommen hat weiß, dass auch eine Stimme am Ende des Tages aufgewärmt werden muss und auf Überlastung mit Heiserkeit reagiert. Dabei ist deine Stimme ähnlich wie ein Muskel deines Körpers trainierbar. 

Zum einen ist der Stimmsitz wichtig, also dass du in deiner natürlichen Lage sprichst. Wenn du nicht weißt, was deine natürliche Sprechlage ist, kannst du einmal versuchen ein “M” zu summen. Dieser natürliche Sound wird jedoch durch stressige Situationen beeinträchtigt, indem du mit zu viel “Druck” sprichst und dadurch deine Stimme ermüdest. Ähnlich wie ein Sportler, der nicht in seinem natürlichen Bewegungsablauf trainiert, sondern Bewegungen macht, die seine Muskeln stark belasten. 

Tipps um die Lautstärke als Lehrer in einer Klasse zu steuern

  1. Versuche deine Stimme im Alltag auf einer entspannten Lautstärke zu halten. Ähnlich wie ein Auto solltest du nicht in den roten Drehzahlbereich kommen. 
  2. Gewöhne deine Schülerinnen und Schüler an Stille, sodass du auch mal leise sprechen kannst. Sprich also erst, wenn du das Gefühl hast, entspannt mit deiner Stimme alle Schülerinnen und Schüler zu erreichen.
  3. Niemals Räuspern! Räuspern ist der Tod für deine Stimmlippen, da du in diesem Moment mit Druck versuchst, Fremdkörper auf deiner Stimme zu lösen. Beim Räuspern passiert jedoch folgendes: Du entfernst die Schleimschicht und schmiergelst deine Stimmlippen aneinander. Ein Teufelskreislauf beginnt.
  4. Wasser, Wasser, Wasser! 2-3 Liter helfen dir, deine Stimme feucht und einsatzbereit zu halten. Viel Kaffee, Zigaretten, Alkohol und Heizungsluft schaden hingegen deiner Stimme.
  5. Schülerinnen und Schüler können mit Hilfe von eingeübten Methoden zur Ruhe gebracht werden. Das bekannteste Zeichen ist der Schweigefuchs. Es gibt aber auch Klatschzeichen, Rufzeichen oder Geräusche wie eine Klingel. Zusätzlich hilft es, störende Schülerinnen und Schüler gezielt anzusprechen und in das Unterrichtsgeschehen einzubeziehen. 
  6. Bei Heiserkeit und Erkältungen solltest du unbedingt das Sprechen vermeiden. Die Stimme ist ein Organ und kann so stark beschädigt werden, dass Knötchen auf den Stimmlippen entstehen und du sogar deine Stimme verlieren kannst. 
  7. Zuletzt solltest du bei anhaltenden Problemen mit deiner Stimme einen Logopäden aufsuchen. Dieser kann dir helfen, deine Stimmprobleme in den Griff zu bekommen.

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